Sonntag, 6. November 2011

Mingi-Kinder - Rituelle Kindstötungen in Südäthiopien

CNN berichtet über Kindstötungen in Südäthiopien als Teil abergläubischer Rituale. Ein Mingi-Kind leidet unter einem Fluch, der Unglück über das ganze Dorf bringen kann. Man erkennt Mingi-Kinder daran, dass sie Behinderungen haben, unehelich geboren werden oder nichtige ungewöhnliche Merkmale aufweisen. Zum Beispiel weil ihre Zähne erst im Oberkiefer wachsen und danach erst im Unterkiefer.

Um das Unglück der Mingi-Kinder abzuwehren, entscheiden sich die Dorfältesten zur Tötung der Kinder. Sie werden am Omo-Fluss ausgesetzt oder im Fluss ertränkt. Heute werden rituelle Kindstötungen zwar von der Regionalregierung verurteilt, aber sie finden noch immer statt. Die Stämme Kara, Banna und Hamar am Ufer des Omo Fluss in Südäthiopien sind für die Ächtung und Tötung von Mingi-Kindern bekannt.

Ein Gruppe äthiopischer Christen hat für Mingi-Kinder ein Kinderheim aufgebaut. Mit Hilfe amerikanischer Spender sollen dort die Kinder überleben können. Zwischen dem Heimleiter und den amerikanischen Helfern kam es jedoch zum Streit, da der Heimleiter Adoptionen von Mingi-Kindern ablehnt. Die Kinder sollen die Möglichkeit haben, zu ihren Eltern zurückzukehren, führt er aus. Die Amerikaner beschuldigen ihn, Gelder unterschlagen zu haben.

Am Ende des Artikels kommt eine Pflegemutter zu Wort, die zwei Mingi-Kinder bei sich aufgenommen hat. Sie betet, dass die Banna erkennen, dass ihre Pflegekinder kein Unglück bringen und beklagt: "there is a long way to go to change the beliefs we have had for so long."

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